Donnerstag, 22. November 2018
Solidaritätsanzeige

Voice of Russia über das Treffen von Lawrow und KerryNach einem Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen John Kerry hat sich der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in London für einen »nationalen Dialog« ausgesprochen, durch den die Spaltung der Ukraine überwunden werden solle. Bei der Unterredung hatten die beiden Diplomaten versucht, die konträren Positionen Washingtons und Moskaus vor dem für Sonntag geplanten Referendum auf der Krim zu überwinden. Das ist offenbar nicht gelungen, beiden Seiten hätten weiter »Differenzen« über die Lage in der Ukraine, so Lawrow bei einer Pressekonferenz. Allerdings sei das Gespräch »sicherlich nützlich« gewesen. Schon zuvor hatte er gesagt: »Ich bin froh, dass wir uns heute treffen können. Es ist vieles geschehen, viel Zeit wurde vergeudet.«

 

Der Beitrag der internationalen Gemeinschaft zur Beilegung des Konflikts könne sein, die Ukraine von einer Verfassungsreform zu überzeugen, so Lawrow. »Auch die Oberste Rada kann diesen Prozess initiieren, indem sie alle Regionen zur Beteiligung aufruft und deren Gleichheit am Verhandlungstisch garantiert«, erklärte der Minister. Russland und die Ukraine bräuchten auch keinen Vermittler, sondern direkte Beziehungen.

Im Gegensatz zu Behauptungen westlicher Medien im Vorfeld des Treffens habe Kerry keine Drohungen gegen Russland ausgesprochen. Den westlichen Regierungen sei offenbar klar geworden, dass Sanktionen ein »kontraproduktives Werkzeug« seien.

Zur Krim sagte Lawrow, Moskau werde sich über das Referendum erst äußern, wenn dessen Ergebnis bekannt sei. »Die Krim bedeutet Russland mehr als die Komoren für Frankreich oder die Malwinen (Falkland Islands) für Großbritannien«, so der Minister.

Zuvor hatte schon der russische Vizeaußenminister Gennadij Gatilow den Entwurf der USA für eine Resolution des UN-Sicherheitsrates kritisiert. In diesem wird verlangt, die Ergebnisse des Referendums auf der Krim nicht anzuerkennen. Das sei für Russland inakzeptabel, so der Diplomat. Zudem ignoriere der Entwurf vollständig die »objektiven Realitäten«, die durch die jüngsten Ereignisse entstanden seien. »Russland wird selbstverständlich die Entscheidungen respektierenn, für die die Teilnehmer des Referendums stimmen werden«, unterstrich er. »Wir denken nicht, dass der Sicherheitsrat in die Entscheidungen der rechtmäßigen Autoritäten der Krim bezüglich der Organisation eines Referendums eingreifen sollte, denn dies ist weder durch die UN-Charta noch durch das Völkerrecht untersagt«, erklärte Gatilow.

Quellen: RT, Voice of Russia / RedGlobe

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