Samstag, 16. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

Gewerkschaftshaus von Odessa in FlammenNach dem Massaker des faschistischen »Rechten Sektors« in der südukrainischen Stadt Odessa ist die Zahl der Toten auf 46 gestiegen. In der Nacht zum Samstag seien zwei Opfer ihren schweren Verletzungen erlegen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei Straßenschlachten zwischen dem »Rechten Sektor«, Hooligans und Föderalisten waren am Freitag bereits 44 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen, als die Faschisten ein Gewerkschaftshaus in Brand setzten, in das sich Aktivisten für eine Föderalisierung der Ukraine geflüchtet hatten. Medienberichten zufolge soll es sich bei den meisten Todesopfern um Mitglieder der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) und der marxistischen Organisation Borotba gehandelt haben.

Die Sicherheitskräfte hatten dem Massaker tatenlos zugesehen, und auch der Gouverneur des Gebiets Odessa verteidigte das Vorgehen der Schläger als rechtmäßig. Auch die frühere ukrainische Regierungschefin und derzeitige Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko rechtfertigte das Massaker als »Schutz administrativer Gebäude«. Wörtlich sagte die vom Westen hofierte Politikerin nach Angaben der russischen Angentur RIA Nowosti: »In Odessa konnten wir durchhalten und uns verteidigen, weil Stadtbewohner uns halfen, als eine friedliche proukrainische Demonstration überfallen worden war. Wir konnten auch administrative Gebäude schützen.« Die in den Flammen im Gewerkschaftshaus getöteten Menschen beschimpfte sie als »Angehörige von Diversionstruppen, die gekommen waren, um Einwohner von Odessa zu töten«. Dem Ukrainischen Komitee für Menschenrechte zufolgte dankte Timoschenko den Mördern sogar ausdrücklich: »Ich möchte allen danken, die gestern nach Odessa gingen, um dort für unsere Ukraine zu kämpfen.«

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Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin erklärte, Moskau erwarte vom Westen, der die Kiewer Machthaber unter ihre Fittiche genommen habe, eine Verurteilung dieses barbarischen Aktes: »Derartige Aktionen erinnern an Verbrechen der Nazis, von denen sich die ukrainischen Ultranationalisten inspirieren lassen.«

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